Das Marktwächter-Team vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Whatsapp abgemahnt. Die Verbraucherschützer kritisieren die Weitergabe diverser Kundendaten an den Mutterkonzern Facebook.

Verbraucherschützer mahnen Whatsapp ab

Im August gab Whatsapp bekannt, diverse Nutzerdaten an Facebook weiterzugeben und so die beiden Dienste enger miteinander zu verzahnen. Unter anderem sollen die Metadaten dazu genutzt werden, Werbung auf Facebook zu verbessern. Whatsapp-Kunden können sich gegen die Datenweitergabe nur bedingt wehren. Schon Ende August rief das Gebaren EU-Datenschützer auf den Plan, am Montag hat sich auch die deutsche Verbraucherzentrale zu Wort gemeldet.

„Verbraucher verlieren nach und nach die Hoheit über ihre Daten“. – vzbv

 Im offiziellen Statement zur Abmahnung des Verbraucherzentrale Bundesverbands wird Whatsapp vorgeworfen, sein Versprechen zu brechen. Denn bei der Übernahme 2014 wurde bekundet, dass das Unternehmen weiterhin unabhängig von Facebook bleiben soll. Durch neue Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen wird es dem Unternehmen aber ermöglicht, persönliche Daten wie beispielsweise die Telefonnummer an Facebook weiterzureichen.

Ihr könnt der Datenweitergabe von Whatsapp nur bedingt widersprechen. (Bild: WhatsApp)
Ihr könnt der Datenweitergabe von Whatsapp nur bedingt widersprechen. (Bild: WhatsApp)

Die „Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen wurde enttäuscht”, schreibt Klaus Müller, Vorstand des vzbv, in einem offiziellen Statement. Whatsapp bleibt bis zum 21. September Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Whatsapp reagierte in der Vergangenheit gelassen auf Klagen

Ob Whatsapp beziehungsweise Facebook auf die Abmahnung der Verbraucherzentrale reagiert, bleibt abzuwarten. Auf die Klage der US-Datenschützer zum gleichen Thema reagierte das Unternehmen entspannt. Ferner hieß es, dass man sich an geltendes Recht halte.

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via www.heise.de