Ein Designer hat untersucht, welche Farbe im Internet dominiert. Das Ergebnis: Am häufigsten beim Website-Design eingesetzt wird Blau. Allerdings ist die Analyse nicht zu 100 Prozent verlässlich.

Design: Farbanalyse der populärsten Websites

Welche Farbe dominiert eigentlich das Internet? Diese Frage stellte sich der Designer Paul Hebert und untersuchte dafür große und populäre Webseiten. Dazu nutzte er den Webdienst Alexa.com, der eine Liste der meistbesuchten Websites beinhaltet. Hebert schrieb ein PHP-Script, um alle Farben, die auf den jeweiligen Homepages und Stylesheets der zehn populärsten Seiten verwendet werden, zu erfassen, wie der Designer auf seinem Blog berichtet.

Design: Diese Farben werden von den populärsten Websites verwendet. (Grafik: Paul Hebert)
Design: Diese Farben werden von den populärsten Websites verwendet. (Grafik: Paul Hebert)

Hebert analysierte die Websites von Google, Youtube, Facebook, Baidu, Yahoo, Wikipedia, Amazon, der indischen Google-Präsenz, von Qq und Twitter. Die eindeutige Erkenntnis aus der Untersuchung: Blau ist die am häufigsten verwendete Farbe im Internet. Werden alle Blautöne zusammengerechnet, dann wird die Farbe fast doppelt so häufig eingesetzt wie Rot oder Gelb und sogar mehr als drei Mal so oft wie Grün. Dabei verzichtete Hebert darauf, Türkis dem Blauspektrum zuzurechnen, sondern schlüsselte die Farbe extra auf.

Einer der Gründe für die Suche nach den am häufigsten verwendeten Farben im Web war für Hebert die Frage danach, welche Farbschemata andere Webdesigner kreieren, da ihm das häufig schwerfalle. Interessant an der Auswertung ist etwa, dass Facebook zwar stark auf Blau setzt, aber drei Mal so viele verschiedene Farben einsetzt wie etwa Google, Wikipedia oder Baidu. Amazon wiederum verzichtet fast vollständig auf Blau und setzt eher auf warme Erdtöne. Das Yahoo-Design wiederum nutzt eine große Anzahl verschiedener Farben.

Farben: Design-Analyse soll ausgebaut werden

Hebert will die Design-Analyse der beliebtesten Farben im Web künftig ausbauen und in Echtzeit darstellen. Außerdem sollen nicht mehr nur die zehn meistbesuchten Websites, sondern die beliebtesten 100 oder sogar 1.000 Seiten betrachtet werden. Auch eine länderspezifische Auswertung ist denkbar. Einen Kritikpunkt hat der Designer aber an seiner eigenen Analyse: Bisher werden Farben in Bildern komplett ignoriert, nur CSS- und HTML-Farbcodes wurden analysiert. Zudem gibt es noch eine ganze Reihe Bugs.

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via www.wired.com