Das Konzept bei Fremden mit Fremden zu essen geht auf und bietet den Teilnehmern völlig neue Erfahrungen. Auch das Marketing zeigt Startups neue Ansätze auf, die es sich lohnt nachzuahmen.

Erdal Alim ist gerade nach Hamburg gezogen, kennt in der Stadt  niemanden, kann nicht kochen und keine Pizza mehr sehen. Da kommt ihm eine Geschäftsidee: Mit Fremden bei Fremden dinieren. Aus der Idee wurde schnell Chef.One, das Startup für Gaumengenüsse bei Fremden unter Fremden. Das Spannende daran ist neben dem Social Sharing-Konzept auch der Marketing-Ansatz, der so ganz anders ist als bei vielen anderen – und dabei Microblogger würdigt.

Raus aus der Komfortzone, rein ins fremde Esszimmer – einmalige Erfahrungen beim Social Dinner

Erdal Alim ist eigentlich IT-ler. Dass er nicht kochen kann, stört ihn eigentlich nicht. Doch nach der hundertsten Pizza hat er keine Lust mehr auf Fertiggerichte oder Lieferdienste. Jeden Abend, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, riecht es im Hausflur aus den Nachbarswohnungen so gut, dass er kurz davor ist zu fragen, ob er nicht einfach mitessen kann. Nach einer Lebensmittelvergiftung in Südamerika bereute er seinen letzten Restaurantbesuch und fragte sich erneut, weshalb er sein Essen nicht einfach bei einem lokalen Anwohner verspeisen kann. Aus seinen Erfahrungen und der Unzufriedenheit mit dem Fertigessen wächst schon länger die Idee des Social Dinings. Warum nicht mit Fremden zu Gast bei Fremden sein und sich dort bekochen lassen?

Dann ging alles sehr schnell und das Konzept wurde auf die Beine gestellt. Um zu sehen, ob die Idee überhaupt einen Nerv trifft, fand das allererste Dinner unter Freunden statt. Nachdem die Feuertaufe überstanden war, wurde das erste “offizielle” Dinner über Facebook Gruppen organisiert. Die Anmeldungen erfolgten über einen Prototypen der App. Dass das Event schnell ausgebucht war, entging diesem allerdings und so platzten Alims eigenen vier Wände zwar aus allen Nähten, doch das Dinner war ein voller Erfolg. Nicht zuletzt lag das auch daran, dass erstmals ein richtiger Koch eingeladen wurde, der den Gästen ein 6-Gänge-Menü kredenzte.

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