Spekulationen um Gender Vorurteile stellen Facebooks Praktiken im Zuge jüngster Erkenntnisse – auch zum fragwürdigen Marketing – in ein schlechtes Licht.

Facebook könnte ein Problem mit Vorurteilen im Gender Bereich haben, schenkt man aktuellen Spekulationen und einer fragwürdigen Quelle Glauben. Während dieser Vorwurf vom Unternehmen klar zurückgewiesen wird, stärkt er doch die jüngste Kritik an Facebooks Verfahrensweisen in verschiedenen Bereichen.

Gender Vorurteile bei Facebook? Die Begründung überzeugt nicht

Ein ehemaliger Facebook Techniker sammelte Daten, die belegen sollen, dass von Frauen geschriebene Programme bei Facebook deutlich häufiger abgelehnt werden als solche, die von Männern geschrieben wurden. Das berichtet das Wall Street Journal. Demnach würden Frauen diesbezüglich 35 Prozent mehr Ablehnungen erfahren. Zudem würden sie 8,2 Prozent mehr Fragen und Kommentare zu ihren Programmen bekommen, während sie insgesamt zu 3,9 Prozent länger auf das „Go“ für ihre Programm warteten.

Allerdings können diese Daten kaum Gewehr beanspruchen. Denn zum einen gibt das Wall Street Journal selbst an, die Ergebnisse nicht unabhängig verifizieren zu können, zum anderen verweist Tech Crunch auf die Aussage eines Facebook Sprechers, der zufolge die Daten ungenau und nicht vollständig seien. Dieser Aussage nach seien derlei Diskrepanzen nicht auf das Geschlecht, sondern auf den Rang der Technikerin oder des Technikers zurückzuführen. Das habe auch eine eigene Studie, die Facebook diesbezüglich durchgeführt hatte, ergeben. Jay Parikh, Facebooks Head of Infrastructure, bestätigte die Erklärung des Unternhemens. Dennoch verweist auch diese Begründung auf ein Problem, das Facebook sich selbst eingesteht. Es gibt zu wenig Frauen in den technischen Führungsebenen des Unternehmens. So gab Facebook Tech Crunch gegenüber Auskunft:

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