Backlinks aufbauen, auch Linkbuilding genannt, ist wohl einer der beliebtesten Techniken um die Google Rankings für die eigene Website zu steigern.

Sie nutzen diese Technik bestimmt auch, oder?

Seit dem ersten Penguin – Update im April 2012 sind viele Webmaster mit dem aktiven Aufbau von Backlinks sehr vorsichtig geworden. Keiner möchte eine (weitere) Abstrafung riskieren.

In diesem Beitrag beantworten wir nicht nur die Frage „Wie bekomme ich Backlinks?“ Um Abstrafungen wie oben erwähnt zu vermeiden, stellen wir Ihnen hier kurz die wichtigsten Grundlagen vor.

Was Sie über Backlinks wissen sollten

Bevor wir Ihnen die Strategien zum Backlinks aufbauen zeige, sollten Sie sicherstellen, dass Sie mit den Grundlagen vertraut sind.

Das ist wichtig, damit Sie keine Fehler machen und Ihre Website nicht weiterbringt oder im schlimmsten Falle sogar schadet.

Was ist ein Backlink? Die Definition:

Der Begriff Backlink beschreibt einen eingehenden Link, also ein Rückverweis von Website A auf Website B. Diese Verweise können als Empfehlungen angesehen werden, denn Webmaster verlinken in der Regel nur auf Seiten, die hilfreichen Content für ihre Leser bieten.

Der HTML Code für einen Backlink sieht so aus:

zu Google

Was bedeutet Linkbuilding?

Linkbuilding beschreibt den Prozess, bei dem für eine Website aktiv Backlinks aufgebaut werden.

Diese Maßnahme gehört zu den OffPage Optimierungen beim SEO und hat die Absicht durch hochwertige Backlinks die Positionen innerhalb der Suchmaschinen zu verbessern.

Was sind Ankertexte?

Vielleicht haben Sie schon einmal davon gehört, dass beim Backlink aufbauen vor allem natürliche Ankertexte wichtig sind um Abstrafungen zu vermeiden.

Doch was ist ein Ankertext überhaupt?

Unter Ankertext versteht man die Worte, die gewählt wurden um auf eine Website hinzuweisen. Es sind die Worte, hinter denen sich der Backlink versteckt und damit klickbar sind.

Sehen wir uns nochmal das Beispiel des HTML Codes an. Den Ankertext habe ich dir hier farbig markiert:

zu Google

In den meisten Fällen werden Ankertexte so gewählt, dass sie den Inhalt der verlinkten Seite kurz beschreiben. Usabilitymäßig macht das natürlich auch Sinn und auch für die Suchmaschinen ist das ein wichtiger Faktor.

Suchmaschinen gehen davon aus, dass die Ankertexte den Seiteninhalt beschreiben.

Theoretisch könnte man jetzt also meinen, wenn das Keyword möglichst oft den Ankertext darstellt, erreicht man super schnell Platz 1 in den Rankings.

Dem ist aber natürlich nicht so. Dafür sind Google & Co. mittlerweile viel zu schlau.

Vielleicht haben Sie schon mal vom Penguin Update gehört. Bei diesem werden Websites mit unnatürlichem Linkprofil abgestraft. Dazu gehören also auch Websites mit unnatürlichen Ankertexten.

Übrigens sieht Google nicht nur Seiten, die ständig über dasselbe Keyword verlinkt werden als unnatürlich an, sondern auch Backlinkprofile die ständig auf die Domain oder zum Beispiel Worte wie „Hier“, „Hier klicken“, „zur Website“ etc. ausweichen.

Wie aber sehen dann natürliche Ankertexte aus?

Bei natürlichen Ankertexten kommt es vor allem auf die Mischung an! Ihre Website darf natürlich auch mal über das Keyword oder über einen Begriff wie „hier“ verlinkt werden, aber eben alles in Maßen und abwechslungsreich.

Versuchen Sie Websitebetreibern keinen Ankertext vorzuschreiben, dann entsteht ein natürliches Profil bei Backlinks aufbauen von ganz allein.

Die Bedeutung von Backlinks früher vs. Heute

Vor einigen Jahren noch musste man sich nicht viele Gedanken über den Aufbau von Backlinks machen. Man hat einfach losgelegt, nicht auf gute oder schlechte Backlinks geachtet, sondern nur möglichst viele Backlinks, am besten mit dem Keyword als Ankertext, erstellt.

Das ging gut, bis 2012 das erste Penguin Update ausgefahren wurde und genau die Seiten, die so Backlinks aufbauen, an Sichtbarkeit verloren haben.

Seit diesem Update ist Backlinks aufbauen deutlich komplizierter geworden. Kaum einer baut mehr einfach so Backlinks auf, sondern sieht die Verweise auch mal aus Googles Sicht, um entsprechenden Abstrafungen aus dem Weg zu gehen.

Wie du bereits Lesen konntest sind heute variierende Ankertexte wichtig. Was sich aber vor allem geändert hat:

Ein Ranking ist jetzt nicht mehr von der Masse der Backlinks abhängig, sondern von der Qualität der Backlinks. Das heißt, eine Seite mit 5 Backlinks kann durchaus vor einer Seite stehen, die 50 Backlinks hat. Dabei gilt auch, dass du lieber einen hochwertigen Backlink aufbauen solltest als 10 minderwertige Backlinks.

Natürlich liegt das auch daran, dass Google mittlerweile die Inhalte der Seiten besser versteht und damit nicht nur OffPage Signale, wie eben Backlinks, ein wichtiger Rankingfaktor sind, sondern auch Onpage Signale. Zum modernen Linkbuilding können Sie sich merken:

>> Klasse statt Masse!

Backlinks aufbauen: Die Qualität von Backlinks bewerten

Qualität ist beim Backlinks aufbauen also ein großer Faktor. Aber wie kann man einschätzen, ob ein Backlink hochwertig oder weniger hochwertig ist?

Eine Faustregel zum Backlinkaufbau besagt:

Je schwieriger es ist den Link zu bekommen, desto wertvoller ist dieser Backlink.

Hinter hochwertigen Backlinks steckt also immer eine Menge Arbeit. Das Ganze kann man aber auch noch etwas spezifischer ausdrücken. Worauf Sie achten müssen, möchten wir jetzt genau erklären. Dazu haben wir die eine Tabelle vorbereitet, die sowohl Indizien für gute Backlinks als auch für schlechte Backlinks zeigt.

Beachte jedoch:

Nicht jeden Backlink kann man anhand dieser Tabelle zu 100% genau bewerten. Ein, zwei schlechte Backlinks werden einer Seite auch nicht sofort schaden. Es kommt eben nur darauf an, das das Verhältnis von guten Backlinks gegenüber den schlechten Backlinks überwiegt.

Indizien gute Backlinks

  • Themenrelevante Links
  • Links aus dem COntent
  • aktuelle Website mit guten Inhalten
  • Link wird angeklickt und die Absprungrate ist gering
  • DoFollow Links

Indizien schlechte Backlinks

  • Links sind nicht themenrelevant
  • Links aus dem Footer, Sidebar etc.
  • veraltete Website mit schlechten Inhalten
  • Links von dubiosen Verzeichnissen oder anderen Websites
  • NoFollow Links

Der erste Punkt in der Tabelle ist die Themenrelevanz. Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn wenn der Großteil deiner Backlinks aus einem nicht themenrelevanten Umfeld stammt ist das ein Indiz für ein unnatürliches Backlinkprofil.

In der nächsten Zeile stehen sich Links aus dem Content und Links aus dem Footer, der Sidebar etc. gegenüber. Warum das eine ein Indiz für gute Backlinks und das andere ein Indiz für schlechte Backlinks ist?

Ganz einfach:

Links aus dem Content entstehen in der Regel beim Schreiben eines Beitrages. Der Autor entdeckt eine Seite und findet, dass ein Beitrag den Lesern seiner Seite weiterhelfen könnte. Damit empfiehlt dieser Autor deinen Beitrag. Links in der Sidebar oder dem Footer sind allseits bekannt als Partnerlinks oder eben auch häufig gekaufte Links. Das ist genau das was Google nicht möchte. Deshalb sind das keine hochwertigen Backlinks.

Jeder schätzt gute Inhalte.

Auch Google erkennt wie relevant der Inhalt für ein bestimmtes Thema ist. Ist die Website gepflegt und bietet gute Inhalte, sieht Google das sich jemand aktiv mit der Seite beschäftigt und hält dadurch die verlinkte Website ebenfalls für hochwertig.

Sehen Sie es so als würde Johann Lafer eines Ihrer Rezepte empfehlen. Das ist natürlich auch deutlich mehr Wert, als wenn ein Koch aus einer Imbissbude eines deiner Rezepte empfehlen würde.

Verlinkt eine Seite, die sich scheinbar nicht so aktiv in Ihrem Themengebiet einbringt und dessen Inhalte eher durchschnittlich bis schlecht sind, ist für Google dieser Backlink nicht so besonders.

Der Link-Klick:

Klickt ein User einen Link auf einer Website an und verschwindet sofort wieder, ist das für Google ein Indiz, dass die Inhalte nicht relevant oder nicht gut waren. Bleibt ein User jedoch relativ lange auf der angeklickten Seite zeigt das Google wiederum, dass die Inhalte den User wirklich interessieren müssen. Dadurch erkennt die Suchmaschine, dass das ein hilfreicher Artikel ist.

Auf der anderen Seite sehen Sie den Punkt „Links von dubiosen Verzeichnissen oder anderen Websites“.

Bevor eine Website irgendwo eingetragen wird, achte immer auf das Erscheinungsbild einer Seite. Ein weiterer guter Anhaltspunkt ist die Sichtbarkeit einer Seite in den Suchmaschinen. Kann man ein Verzeichnis hier nicht finden, wurde dieses scheinbar abgestraft und man sollte dieses nicht zum Backlinks aufbauen nutzen.

Der letzte Punkt, woran man die Qualität von Backlinks beurteilen kann ist, ob der Link ein DoFollow oder NoFollow Link ist. Ein NoFollow Link ist nicht grundsätzlich minderwertig, aber ein solcher Backlink ist für Suchmaschinen nicht von so hoher Bedeutung wie ein DoFollow Link. Zu einem natürlichen Backlinkprofil gehören allerdings sowohl DoFollow als auch NoFollow Links.

Wie erkennt man aber ob ein Backlink DoFollow oder NoFollow ist?

Dafür muss man sich einfach den Code ansehen. Ein normaler Link als HTML Code sieht so aus:

zu Google

Sieht ein Link so aus, ist das automatisch ein DoFollow Link. Ist ein Link NoFollow, ist in diesem ganz normalen Link eine zusätzliche Relation mit dem Namen „NoFollow“ angegeben. Das sieht dann so aus:

zu Google

Warum aber ist ein NoFollow Link weniger Wert als ein DoFollow Link? Dazu müssen wir uns einmal die Aussagen dieser Links ansehen.

Ein DoFollow Link sagt dem Crawler:

Sieh dir das unbedingt an! Das ist eine wirklich gute Seite.

Ein NoFollow Link drückt eher aus:

Halt! Der Link ist nicht relevant. Hier lieber nicht reinschauen.

Man sieht also schon an den Aussagen, dass ein DoFollow Link im Gegensatz zu einem NoFollow Link als klare Empfehlung gilt. Genau das hat sich Google bei der Einführung des NoFollow Links gedacht.

Hochwertigen Content erstellen

Ein natürliches Linkbuilding kann nur gelingen, wenn auf einer Seite auch hochwertige Inhalte sind. Wie beschrieben, sind Backlinks als Empfehlungen anzusehen und man würde seinen Lesern schließlich auch keine schlechten Websites empfehlen, oder?

Bevor wir also wirklich mit dem Backlinks aufbauen beginnen können, sollte man sicherstellen, dass der Content auf der entsprechenden Seite wirklich hochwertig ist.

Nehmen Sie sich deshalb vor dem Linkbuilding genug Zeit den Inhalt zu prüfen. Sehen Sie sich auch die direkte Konkurrenz an, also die Seiten auf den Top Plätzen zu einem Keyword. Hier findet man sicher einige gute Anregungen oder Dinge die bei den eigenen Inhalten verbessert werden könnten.

Denken Sie auch an die OnPage Optimierung Ihrer Seite um sowohl den Lesern als auch den Suchmaschinen die Seite bestmöglich zu präsentieren.

Strategien zum Backlinks aufbauen

Genug Theorie, jetzt geht es an die Praxis.

Wie bekomme ich Backlinks?

Backlinks erhält man im seltensten Fall einfach so. Man muss schon etwas dafür tun. In den nachfolgenden Strategien findet man Anleitungen die zeigen, was man für Backlinks tun kann.

Deinen Backlinkaufbau überwachen

Sie kennen jetzt eine ganze Menge neue Techniken zum Backlink generieren. Damit man die Erfolge beobachten und so darauf schließen kannst, welche Technik für den Erfolg gebracht hat, sollte der Verlauf der Rankings und Backlinks natürlich auch überwachen.

Der Backlinkcheck von seitwert.de hilft dabei, Backlinks im Auge zu behalten. Hier kann man nicht nur die Entwicklung zu der gesamten Website einsehen, sondern auch die Backlinks zu einzelnen Seiten ansehen.

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