Seit gut 10 Monaten sammeln wir nun bereits strukturiert Daten von Amazon. Jetzt, wo der Geruch von Weihnachtsgebäck nicht mehr zu leugnen ist, habe ich ausgewertet, wie sich interessante Kennzahlen in diesem Zeitraum verändert haben. Los geht es mit der Anzahl aktiver Händler auf Amazon.de. Wir prüfen regelmäßig viele unterschiedliche Keywords in der Amazon-Suche – hier werten wir nun aus, wie viele unterschiedliche Händler mit mindestens einem Produkt in den Ergebnislisten von Amazon.de vertreten waren:

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Waren es im Februar noch rund 45.000 unterschiedliche Händler, bieten aktuell mehr als 64.000 Händler aktiv Ware auf Amazon an und werden damit auch in der Suche gefunden – eine Steigerung von mehr als 40 Prozent in nur 10 Monaten.

Doch welche Auswirkungen hat das für die Findbarkeit auf Amazon? Ähnlich wie für Google ermitteln wir auch für die Amazon-Suche einen Sichtbarkeitsindex. Hier für Händler und Marken getrennt. Dieser Indexwert zeigt, wie sichtbar kein einzelner Händler oder eine einzelne Marke in der Amazon-Suche eigentlich ist. In Summe werden jeden Tag 1 Millionen Punkte verteilt. In der folgenden Auswertung ist nun zu sehe, wieviele dieser 1 Millionen Punkte auf die 1.000 größten Händler, Amazon selber und den Rest entfallen:

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Wir sehen – (so gut wie) nichts. Während die Anzahl der Händler in den letzten 10 Monaten um gut 40 Prozent gestiegen ist, werden die 1.000 größten Händler und Amazon selber noch genauso oft und erfolgreich in der Amazon-Suche gefunden, wie zuvor. Es ist also entgegen der Erwartungen nicht so, dass mehr Händler dazu führen, dass die erfolgreichen Händler Anteil an der Sichtbarkeit verlieren, sondern mehr Händler teilen sich die “Rest-Sichtbarkeit”. Gar nicht so viel anders als bei Google …

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