Die Plattform muss sich erneuter Kritik stellen. Die Sichtbarkeitsraten sind weit geringer als der Branchenstandard und besorgniserregend für Werbetreibende.

Social spielt in der Digital Marketing Strategie eine zunehmend wichtigere Rolle. Facebook ist dabei eine der relevantesten Plattformen für Werbetreibende, gleichzeitig versucht das Netzwerk seit geraumer Zeit, Video Content schmackhaft zu machen. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Facebook sich bei einigen wichtigen Metriken vermessen hat. Der Konzern gab den Fehler zu und gelobte Besserung. Doch gerade sind wieder einmal Messfehler bekannt geworden – Werbetreibende resignieren allmählich.

Falsche Zahlen bei der Viewability Rate

Nachdem Facebook sich bereits vor einiger Zeit harscher Kritik stellen musste, erweiterte das Netzwerk die Monitoring-Möglichkeiten für Advertiser im Videobereich, um mehr Transparenz zu gewährleisten. Die Viewability Rates für Video Ads liegen einem Bericht von Digiday zufolge dabei in einem Bereich zwischen 20 und 30 Prozent, was ein viel zu geringer Wert ist. Laut Integral Ad Science beträgt die Sichtbarkeit von Video Ads auf Websites durchschnittlich etwa 50 Prozent. Einige Werbetreibende vermuten gar, dass Facebooks Zahl sehr viel geringer als 20 Prozent sein könnte, doch ist es fast unmöglich dies zu verifizieren.

Die Viewability konstituiert sich aus zwei Komponenten. Zum einen, ob die Ad von einem Menschen gesehen wurde und zum anderen, ob sie in der App oder auf der Website angesehen wurde. Das Problem ist dabei der Prozentsatz der Videos, die tatsächlich auch aktiv angesehen werden. So behauptet ein anonymer Advertiser gegenüber Digiday, dass nur 22 Prozent seiner Video Ads gesehen werden.

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